Die Ulkerup-Seelen tuscheln im Wald

9 kuttenbekleidete Ulkerup-Seelen verbildlichen die mystische Erzählung über das Volk, dass von Christian VII in 1782 zwangsumgesiedelt wurde.

Die Wiederauferstehung der Ulkerup-Seelen
Mehr als 200 Gäste kamen zur Einweihung von den – damals 7, heute 9 – keramischen Ulkerup-Seelen, in dem unter Naturschutz stehendem Dorf mitten im Ulkerup Wald.

Die Figuren sind die Realisierung des Traums vom Maler Per Pandrup und keramischen Formgeber Martin Nybo Jensen, die das Ulkerup-Volk gerne wieder in ihr Dorf zurückführen wollten, von dem sie im 18. Jahrhundert vertrieben wurden. Der Einweihung voraus lagen sieben Monaten intensiver Arbeiten mit Ton, Brennen und „Spendeneintreiben“.

Viehpest, Armut und Zwangsumsiedlung
Ulkerup war Jahrhunderte lang ein verstecktes Walddorf. Die Bewohner des Dorfes lebten vorzugsweise von Viehzucht in Form von freilaufenden Tieren im Wald. Das Dorf wurde von 1735 - 1749, wie viele andere, von der fürchterlichen Viehpest heimgesucht, welches zur Verschuldung und Armut unter den Bauern führte.

1782 beschloss Christian VII als direkte Konsequenz die Zwangsumsiedlung des gesamten Dorfes, da man bereits der Plan getroffen hat, die dänischen Wälder wieder aufzubauen.

Worüber tuscheln die Seelen wohl?
Das mangelhafte geschichtliche Wissen ist der Grund dafür, dass das Verschwinden des Ulkerup-Volkes immer von einer gewaltigen Portion Mythen behaftet ist. Der Mythos, dass die rastlosen Seelen manchmal Treffen im Wald veranstalten, ist allgemein bei den Bewohnern von Odsherred bekannt. Man fragt sich: „Worüber tuscheln die wohl im Ulkerup-Wald?“

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